Weißenfels

Weißenfels ist mit etwa 40.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Burgenlandkreises in Sachsen-Anhalt. Sie liegt im Dreiländereck von Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen und gilt als Eingangstor zur mitteldeutschen Burgen- und Weinbauregion Saale-Unstrut. Zur Stadt Weißenfels gehören die zwölf eingemeindeten Ortschaften Borau, Burgwerben, Großkorbetha, Langendorf, Leißling, Markwerben, Reichardtswerben, Schkortleben, Storkau, Tagewerben, Uichteritz und Wengelsdorf. Die Stadt liegt zentral nahe der Großstädte Halle und Leipzig, hat ausgezeichnete Verkehrsanbindungen, reizvolle Landschaften und eine reiche Kulturgeschichte. Die Auffahrten zur Autobahn 9 und zur Autobahn 38 sind nur wenige Kilometer vom Stadtkern entfernt. Der Flughafen Leipzig-Halle ist in 30 Minuten erreichbar.

Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote

Weißenfels ist eine geschichtsträchtige Stadt. Davon zeugen zahlreiche Bauten wie das Schloss Neu-Augustusburg mit beeindruckender Schlosskirche und Fürstengruft, die für Besucher offen steht. Als einstige barocke Residenzstadt und Zentrum deutscher Kulturgeschichte war Weißenfels ein Begegnungsort vieler internationaler Künstler. Besonders sehenswert sind das Heinrich-Schütz-Haus, die Novalis-Gedenkstätte, die Marienkirche (erbaut 1303), das barocke Rathaus und die Fürstenpalais. Die Saalestadt hat zudem mit ihrem Kulturhaus, der Volkshochschule, einer Stadtbibliothek, dem Heimatnaturgarten, dem Frei- und Hallenbad, der Allwetterrodelbahn und einem Boots- und Fahrradverleih ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitangebot.

Wirtschaft

Die Wirtschaft im Raum Weißenfels ist vorwiegend durch die Lebensmittelindustrie, Bauhaupt- und Nebengewerbe, Metallverarbeitung, Handel und Dienstleistungen geprägt. Zentrale Betriebe sind Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG, frischli Milchwerke GmbH, Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG, Weißenfelser Handelsgesellschaft mbH und Lieken Brot- und Backwaren GmbH. Zudem befindet sich hier Deutschlands größter Standort des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Aufgrund der zentralen Lage an wichtigen Verkehrsanbindungen und dank qualifizierter Arbeitskräfte finden Unternehmer vor Ort günstige Rahmenbedingungen vor. Darüber hinaus stellt die Nähe zum Entwicklungszentrum Halle-Leipzig ein interessantes Absatz- und Kooperationspotential für engagierte Unternehmungen dar.

Sehenswürdigkeiten

Auf den Grundmauern der einstigen Weißenfelser Burg wurde in den Jahren 1660 bis 1694 die Residenz der Weißenfelser Herzöge “Schloss Neu-Augustusburg” in Form einer monumentalen Dreiflügelanlage erbaut. Das Schloss diente bis 1746 als Residenz der kursächsischen Nebenlinie Sachsen-Weißenfels und entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Hochburg. Auch ein weiterer Künstler von Weltrang steht mit dem Weißenfelser Schloss in Verbindung: Johann Sebastian Bach fungierte als Weißenfelser Hofkapellmeister von Haus aus.

Das heutige Museum Weißenfels im Schloss Neu-Augustusburg beherbergt heute eine Ausstellung zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels sowie zur Geschichte der Stadt. Außerdem befindet sich hier das größte Schuhmuseum der neuen Bundesländer mit Schuhen aus aller Welt sowie prominenter Persönlichkeiten. Die Schlosskirche mit Förner-Orgel sowie ständig wechselnde Sonderausstellungen können während der Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.

Schloss Neu-Augustusburg© Lydia
Marienkirche Weißenfels© Joeb07

Die Marienkirche im Zentrum der Stadt ist die größte Kirche in Weißenfels. Von Weitem ist sie zu sehen und dient als Orientierung auf dem Weg zum Markt, zur Jüdenstraße oder zum Rathaus. Viele Menschen haben hier einen Ort gefunden für Gebet, Musik und zum Hören des Evangeliums. 1303 geweiht, nach Bränden mehrmals erneuert, ist sie eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche. Die Orgel baute 1862 der Weißenfelser Orgelbauer Friedrich Ladegast. 2000 wurde sie zur Kirche des Jahres erklärt. Jeden Sonntag um 10.15 Uhr findet regelmäßig der Gottesdienst statt.

Der Bismarckturm in Weißenfels wurde in den Jahren 1906 bis 1907 gebaut und war der Anziehungspunkt für viele Weißenfelser. Im Laufe der Zeit verfiel der Turm und war aufgrund seines teilweise sehr schlechten Zustands sogar für viele Jahre gesperrt. Mit der Gründung des Weißenfelser Bismarckturm Vereins e.V. 2005 ändert sich dies. Seit dem Juli 2015, nach zehnjähriger Sanierungsarbeit, ist der Weißenfelser Bismarckturm wieder für alle Weißenfelser und Gäste begehbar. In einem wunderschönen Park gelegen, ist der Bismarckturm ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt.

Nördlichste Weinanbauregion Deutschlands

Im Jahre 998, so steht es schwarz auf weiß geschrieben, bestätigte Kaiser Otto III. die Schenkung von Weinbergen an das Kloster Memleben. Mit dieser Urkunde wurde der Grundstein für den Weinbau an Saale und Unstrut gelegt. Von da an nahm die Geschichte ihren Lauf und noch heute ist die lange Weinbautradition vielerorts zu spüren.

Jahrhundertealte Trockenmauern, beeindruckende Terrassenweinberge und romantische Weinbergshäuschen charakterisieren das rund 760 Hektar große Weinanbaugebiet Saale-Unstrut. Am 51. Breitengrad gelegen, gilt es als nördlichste Qualitätsweinregion Deutschlands, welche sich über die drei Bundesländer Sachsen-Anhalt (639 ha), Thüringen (108 ha) und Brandenburg (8,4 ha) erstreckt.

Muschelkalk- und Buntsandsteinböden, 1600 Sonnenstunden und 500 Milliliter Niederschlag pro Jahr bieten den Trauben optimale Wachstumsbedingungen. So sind es wohl genau diese geologischen, geografischen und klimatischen Besonderheiten, die apart feingliedrige, duftige, elegant leichte Weine hervorbringen.

Saale-Unstrut bietet mit über 60 Rebsorten eine Vielfalt, die seinesgleichen sucht. Als Spezialitäten der Region gelten elegante Weiße und Graue Burgunder, aber auch erdige Silvaner, spritzige Rieslinge und der feinwürzige Müller-Thurgau. Zu den Raritäten gehören Gutedel und der rote André, der nur an Saale-Unstrut wächst. Selbstverständlich dürfen die Roten wie Blauer Zweigelt, Spätburgunder, Dornfelder und Portugieser im Sortenspiegel nicht fehlen.

Für die Qualität der Weine sorgen über 50 Privatweingüter, die Winzervereinigung Freyburg, das Landesweingut Kloster Pforta und die Rotkäppchen Sektkellerei.

Die Winzer und die Menschen der Region sind es auch, die den Wein, die Geschichte und die Landschaft erlebbar machen. Bei den zahlreichen Wein- und Hoffesten, den Verkostungen in den Weinkellern, den Schlemmer-Angeboten der hiesigen Restaurants und vielen weiteren Veranstaltungen spürst du wahre Lebensfreude und Gastfreundschaft.

Mehr Informationen findest auf: saale-unstrut-tourismus.de

Weintrauben
Weinhang in Freyburg