Wenn Sternschnuppen Schlagzeilen machen – Mein Interview mit der Fürther Nachrichten 2023

Manchmal entstehen die schönsten Momente genau dann, wenn man nachts in den Himmel blickt.

Im August 2023 durfte ich genau darüber sprechen – über Sternschnuppen, Langzeitbelichtungen und die Magie der Perseiden. Die Fürther Nachrichten haben mich für einen Beitrag zu den Perseiden interviewt. Die Journalistin Julia Ruhnau wollte wissen, wie man das Himmelsspektakel fotografisch einfängt – und ich durfte meine Erfahrungen teilen.

Als ich die Zeitung später in den Händen hielt, war das ein besonderer Moment. Zwischen klassischen Nachrichtenartikeln ging es plötzlich um Langzeitbelichtung, hohe ISO-Werte, weitwinklige Objektive und das Warten auf diesen einen perfekten Moment am Nachthimmel.


Perseiden – Wenn der Himmel lebendig wird

Jedes Jahr im August durchquert die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle – und wir erleben die Perseiden.

2023 war das Maximum wieder um den 12. und 13. August.

Was ich im Interview besonders betont habe:
Sternschnuppen fotografieren ist weniger Technik – und mehr Geduld.

Natürlich spielen Kameraeinstellungen eine Rolle:

  • Weitwinkelobjektiv (z. B. 24mm oder weniger)

  • offene Blende

  • ISO je nach Lichtverschmutzung

  • Langzeitbelichtung

  • stabiles Stativ

Aber viel wichtiger ist das Gefühl für den Moment. Der Himmel ist ständig in Bewegung. Sterne wandern. Lichtquellen verändern die Szene. Und jede Sternschnuppe ist ein Unikat.


Striche statt Punkte – Warum Bewegung sichtbar wird

Ein spannender Punkt im Artikel war die Frage:
Warum erscheinen Sterne auf Fotos manchmal als Striche statt als Punkte?

Ganz einfach – wegen der Erdrotation. Je länger die Belichtungszeit, desto sichtbarer wird die Bewegung. Das kann ein Stilmittel sein oder etwas, das man bewusst vermeiden möchte. Genau hier beginnt der kreative Spielraum.

Und das ist das, was ich an der Astrofotografie liebe:
Es gibt nicht „die eine richtige Einstellung“. Es gibt nur deine Interpretation des Himmels.


Danke für das Vertrauen

Ein großes Dankeschön an Julia Ruhnau und die Fürther Nachrichten für das angenehme Gespräch und die Möglichkeit, meine Leidenschaft für Astrofotografie einem größeren Publikum näherzubringen.

Vielleicht hat der Artikel ja den einen oder anderen dazu bewegt, nachts das Licht auszuschalten, sich eine Decke zu schnappen – und einfach mal den Himmel zu beobachten.

Denn manchmal braucht es keine große Bühne.
Nur Dunkelheit, Geduld – und einen klaren Blick nach oben.